Bremerhaven liegt auf weichen, marinen Sedimenten, die bis zu 30 Meter mächtig sind. Diese Schichten verstärken Erdbebenwellen um das Drei- bis Vierfache im Vergleich zum Festgestein. Ohne eine fundierte seismische Verstärkungsanalyse riskieren Bauwerke in der Hafenstadt unkontrollierte Schwingungen. Wir bewerten die Standortklasse nach NEHRP und DIN EN 1998-1 (EC 8). Dazu messen wir die vs30/" data-interlink="1">Scherwellengeschwindigkeit Vs30 mit MASW und ReMi. Ergänzend führen wir Mikrotremormessungen (HVSR) durch, um die Eigenfrequenz des Untergrunds zu bestimmen. Die Ergebnisse fließen direkt in die dynamische Bemessung von Fundamenten und Stützbauwerken ein. In Bremerhaven ist das kein optionaler Schritt – es ist Vorschrift.

Die marine Sedimentlage in Bremerhaven verstärkt Erdbebenwellen um das Drei- bis Vierfache – ohne Analyse bleibt diese Gefahr unerkannt.
Methodik und Umfang
Lokale Besonderheiten
Wir setzen ein 24-Kanal-Geophonarray mit 4,5 Hz Eigenfrequenz ein. Die Messungen erfolgen auf Linien von 100 Metern Länge. In Bremerhaven stoßen wir oft auf Auffüllungen aus der Hafenentwicklung – bis zu 8 Meter mächtig. Diese Schichten zeigen ein stark nichtlineares Verhalten. Ohne Korrektur der Verstärkung rechnet der Tragwerksplaner mit falschen Lasten. Die Folge: Risse in Stahlbetonrahmen, Versagen von Pfahlkopfanschlüssen. Wir simulieren das Boden-Bauwerk-Interaktionsverhalten mit nichtlinearen Federmodellen nach EC 8. Der Sicherheitszuschlag beträgt mindestens 15 Prozent bei unbekannter Schichtung.
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Geltende Normen
DIN EN 1998-1:2010-12 (Eurocode 8) – Nationaler Anhang, DIN 4149:2005-04 (zurückgezogen, aber Referenz für Altbauten), DIN 4020:2003-09 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN 1054:2010-12 – Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau
Zugehörige Fachleistungen
Vs30-Messung mit MASW
Oberflächenwellen-Messung zur Bestimmung der vs30/" data-interlink="1">Scherwellengeschwindigkeit bis 30 m Tiefe. Ergebnis: Standortklasse nach EC 8, direkte Eingabe in Antwortspektren.
HVSR-Mikrotremor
Passive Messung der Bodenunruhe zur Ermittlung der Resonanzfrequenz. In Bremerhaven typisch zwischen 0,4 und 1,2 Hz. Entscheidend für die Abstimmung von Bauwerkseigenfrequenzen.
Numerische Verstärkungsanalyse
1D- und 2D-Wellenausbreitungsmodellierung mit Programmen wie STRATA oder DeepSoil. Simulation der Bodenreaktion auf Bemessungserdbeben nach EC 8.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Warum ist eine seismische Verstärkungsanalyse in Bremerhaven notwendig?
Die weichen marinen Sedimente in Bremerhaven verstärken Erdbebenwellen um das Drei- bis Vierfache. Ohne Analyse werden Bauwerke für das falsche Antwortspektrum bemessen. Das erhöht das Schadensrisiko bei einem Bemessungserdbeben erheblich.
Welche Kosten sind für eine Verstärkungsanalyse in Bremerhaven zu erwarten?
Der Aufwand liegt je nach Messumfang und Tiefe zwischen 830 und 1.750 Euro. Enthalten sind MASW-Messung, HVSR-Auswertung und ein Bericht mit Standortklasse und Verstärkungsfaktoren.
Wie lange dauert eine Vs30-Messung vor Ort?
Eine reine MASW-Messung dauert etwa zwei bis drei Stunden inklusive Aufbau. Die anschließende Datenauswertung und Berichterstellung benötigt zwei bis drei Arbeitstage. In Bremerhaven sind Zufahrtsgenehmigungen für das Hafengelände einzuplanen.