In Bremerhaven setzen wir bei der Bewertung von quellfähigen Böden vor allem auf kombinierte Feld- und Laboruntersuchungen. Die feuchte Marschlandschaft und die wechselnden Grundwasserstände erfordern eine präzise Ansprache der Tonminerale. Unser Team nutzt dafür unter anderem Entnahme von ungestörten Proben aus Schürfgruben oder Rammkernsondierungen, um die natürliche Struktur des Bodens nicht zu verändern. Ergänzend führen wir Grenzwerte der Plastizität nach DIN 18122 durch, um das Quellpotenzial zuverlässig zu klassifizieren. Die Stadt liegt im Einflussbereich der Nordsee, was die geologischen Verhältnisse zusätzlich prägt.

Tonminerale in der Marsch können bei Feuchteänderung bis zu 8 % ihres Volumens ausdehnen – eine unterschätzte Gefahr im norddeutschen Küstenraum.
Methodik und Umfang
Lokale Besonderheiten
Mit rund 113.000 Einwohnern und einer Höhenlage von nur 2 m über NHN ist Bremerhaven besonders anfällig für Setzungsschäden durch quellfähige Böden. Die wechselnde Grundwasserneubildung nach starken Regenfällen führt zu zyklischen Quell- und Schrumpfvorgängen. In der Hafencity und den Wohngebieten im Stadtteil Lehe beobachten wir vermehrt Rissbildungen in Gebäuden, deren Gründung nicht auf das Quellpotenzial ausgelegt wurde. Eine frühzeitige Bewertung der quellfähigen Böden in Bremerhaven vermeidet teure Nachbesserungen.
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DIN 18122-1 (Bestimmung der Plastizitäts- und Fließgrenze), DIN 18196 (Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation), DIN 4020 (Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke), DIN 1054 (Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau)
Zugehörige Fachleistungen
Quellruckmessung im Labor
Bestimmung des Quelldrucks und des Quellmaßes an ungestörten Proben nach DIN 18122-2. Wir testen unter definierten Randbedingungen, die der späteren Gründungslast entsprechen.
Geotechnisches Gutachten mit Empfehlungen zur Gründung
Auswertung aller Feld- und Labordaten mit konkreten Angaben zur Bodenverbesserung, Gründungstiefe und Abdichtungsmaßnahmen für Bauvorhaben in Bremerhaven.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Woran erkenne ich quellfähige Böden in Bremerhaven?
Typische Anzeichen sind feine Risse in Gebäudefassaden, aufgehende Deckenplatten oder klebende, fettig glänzende Tonbodenproben. In der Marsch um Bremerhaven treten vor allem Tone mit hoher Plastizität auf, die beim Trocknen schrumpfen und bei Nässe quellen.
Welche Normen gelten für die Bewertung von quellfähigen Böden in Deutschland?
In Deutschland ist vor allem die DIN 18122-1 und -2 für die Bestimmung der Plastizitätsgrenzen und des Quellverhaltens maßgeblich. Die DIN 18196 dient der Klassifikation, die DIN 4020 regelt den Ablauf der geotechnischen Untersuchung.
Wie viel kostet eine Untersuchung quellfähiger Böden in Bremerhaven?
Die Kosten für eine standardisierte Bewertung liegen zwischen 540 und 1.300 Euro, abhängig von der Anzahl der Proben und dem Umfang der Laborversuche. Bei komplexen Projekten mit mehreren Bohrpunkten kann der Preis entsprechend steigen.
Welche Risiken bestehen, wenn quellfähige Böden nicht untersucht werden?
Ohne fachgerechte Bewertung drohen Setzungsschäden, Risse in tragenden Wänden und Probleme mit der Feuchtigkeit im Keller. In Bremerhaven haben wir Fälle gesehen, bei denen nachträgliche Unterfangungen erforderlich wurden – ein vermeidbarer Aufwand.