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Stabilisierung mit Kalk und Zement in Bremerhaven

Die DIN 18196 und die ZTV E-StB 17 geben klare Vorgaben für die Bodenverbesserung. In Bremerhaven mit seinen weich- bis steifplastischen Kleiböden und hohen Grundwasserständen ist eine Stabilisierung mit Kalk und Zement oft unvermeidbar. Der organische Anteil im Marschboden erfordert eine präzise Dosierung der Bindemittel. Wir führen die Mischung maschinell in situ oder im Zentralmischverfahren durch. Ergänzend setzen wir vorab eine Klassifikation der Böden nach DIN 18196 ein, um die Kornverteilung und Plastizität zu bestimmen. Nur so lässt sich die erforderliche Bindemittelmenge exakt kalkulieren.

Illustratives Bild von Estabilizacion cal cemento in Bremerhaven
In Bremerhaven erreichen wir mit Kalk-Zement-Stabilisierung Tragfähigkeitssteigerungen von E_v2 = 45 MN/m² auf über 100 MN/m² – selbst in organischen Kleiböden.

Methodik und Umfang

Die Böden im Stadtteil Lehe unterscheiden sich deutlich von denen in Geestemünde. Während Lehe überwiegend aufgefüllte Sande und Klei aufweist, dominieren in Geestemünde torfige Ablagerungen. Beide Varianten profitieren von einer Stabilisierung mit Kalk und Zement. Der Kalk entzieht dem Boden überschüssiges Wasser und reduziert die Plastizität. Der Zement sorgt für eine hydraulische Verfestigung und steigert die Tragfähigkeit. In Kombination mit einer geotechnischen Drainage verhindern wir zudem langfristige Setzungen durch Kapillarwasser. Die Aushärtung erfolgt je nach Witterung innerhalb von 7 bis 28 Tagen.

Lokale Besonderheiten

Die Marschböden in Bremerhaven liegen häufig bis in 8 m Tiefe mit Wassergehalten über 40 %. Das Risiko von Frosthebungen und Setzungen ist ohne Stabilisierung mit Kalk und Zement hoch. Zudem kann der hohe Sulfatgehalt im Grundwasser die Zementhydratation stören. Wir prüfen daher vorab den Sulfatgehalt nach DIN 4030. Wird der Grenzwert überschritten, setzen wir sulfatbeständigen Zement (CEM III/B) ein. Auch die Einbindetiefe der stabilisierten Schicht muss auf den Verformungsmodul des Untergrunds abgestimmt sein – sonst drohen differentielle Setzungen an Baugrubenrändern.

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Erklärvideo

Geltende Normen

DIN 18196 (Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation), ZTV E-StB 17 (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für Erdarbeiten), DIN 4030 (Beurteilung betonangreifender Wasser, Böden und Gase), Eurocode 7 (DIN EN 1997-1:2014)

Zugehörige Fachleistungen

01

In-situ-Stabilisierung

Mischung der Bindemittel direkt im anstehenden Boden mit Fräsen oder Tiefenmischern. Geeignet für flächige Baugruben, Verkehrswege und Industrieflächen. Wir arbeiten mit GPS-gesteuerter Dosierung und dokumentieren jede Charge.

02

Zentralmischverfahren

Bodenaushub wird aufbereitet, mit Kalk und Zement vermischt und wieder eingebaut. Ideal bei engem Baufeld oder kontaminationsempfindlichem Umfeld. Das Mischgut erreicht homogene Festigkeiten und wird in Lagen von 30–50 cm verdichtet.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
BindemittelartKalk (CaO) + Zement (CEM I 42,5)
Zugabemenge3 – 12 M.-% bezogen auf Trockenmasse
Ziel-TragfähigkeitE_v2 ≥ 80 MN/m² (Plattendruckversuch)
Wassergehalt vor Stabilisierung≤ 1,3 × w_opt (Proctor)
Aushärtezeit7 – 28 Tage je nach Temperatur
AnwendungsnormZTV E-StB 17, DIN 18196, TL Gestein-StB 18

Häufige Fragen

Welche Vorteile bietet die Stabilisierung mit Kalk und Zement in Bremerhaven?

Die Kombination aus Kalk und Zement reduziert den Wassergehalt, unterbindet Frosthebungen und steigert die Tragfähigkeit der weichen Marschböden um den Faktor 2 bis 3. Zudem wird der Boden frostsicher nach ZTV E-StB 17.

Wie lange dauert die Aushärtung nach der Stabilisierung?

Die Aushärtung hängt von Temperatur und Bindemittelmenge ab. In Bremerhaven beträgt die Mindestaushärtezeit 7 Tage bei über 10 °C. Bei niedrigeren Temperaturen verlängert sich der Zeitraum auf bis zu 28 Tage.

Was kostet eine Stabilisierung mit Kalk und Zement pro Quadratmeter?

Die Kosten liegen je nach Mächtigkeit und Zugabemenge zwischen €810 und €2.170 pro 100 m². Bei größeren Flächen ab 1.000 m² gewähren wir staffelbare Rabatte. Ein verbindliches Angebot erstellen wir nach Besichtigung.

Welche Voruntersuchungen sind vor der Stabilisierung erforderlich?

Wir führen zwingend eine geotechnische Erkundung durch: Bohrkernentnahme, Wassergehalt, Glühverlust (organischer Anteil) und Sulfatgehalt nach DIN 4030. Ohne diese Parameter ist keine optimale Bindemittelrezeptur möglich.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Bremerhaven.

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