GEOTECHNIK
Bremerhaven, Germany
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Ménard-Druckversuch in Bremerhaven: Präzise Baugrunderkundung für sichere Gründungen

In Bremerhaven stoßen wir immer wieder auf Weichschichten aus Torf und Klei, die unter den Deckschichten der Wesermarsch lagern. Für eine realistische Setzungsprognose reicht der SPT allein nicht aus. Der Ménard-Druckversuch (Druckmesserversuch) misst direkt das Spannungs-Verformungs-Verhalten im Bohrloch – das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber indirekten Verfahren. Vor einer Tiefgründung kombinieren wir diesen Versuch oft mit einem Ensayo CPT oder einer Placa de Carga auf Geländehöhe, um die Steifigkeit schichtweise zu erfassen. So erhalten Bauherren in Bremerhaven verlässliche Werte für die elastische Zusammendrückbarkeit des Bodens.

Illustratives Bild von Presurometro in Bremerhaven
Der Ménard-Druckversuch in Bremerhaven liefert den direkten Em-Modul – die Grundlage jeder realistischen Setzungsprognose in Weichschichten.

Methodik und Umfang

Der Druckmesserversuch folgt dem Regelwerk der DIN EN ISO 22476-4 und wird in Bremerhaven typischerweise alle 1,5 m abgeteuft. Wir messen den Menard-Modul Em und den Kriechmodul α, die direkt in die Setzungsberechnung nach der Menard-Methode einfließen.
  • Em-Werte zwischen 0,5 und 20 MPa in Torf/Klei
  • α-Faktor zwischen 0,3 und 0,7 je nach Bodengruppe
Bei Projekten mit hohen Lasten ergänzen wir die Untersuchung durch Estudio de Mecánica de Suelos und einen Ensayo Triaxial für die Scherfestigkeit. Die hohe laterale Auflösung des Presiómetros macht den Unterschied zu punktuellen SPT-Aufschlüssen aus.

Lokale Besonderheiten

Ein Neubau mit 15 Geschossen auf der Georgstraße zeigte uns die Gefahr: Die Planung rechnete mit 5 cm Setzung, nach Einbau der Bohrpfähle waren es 12 cm. Die Ursache: Der Klei unter den Pfahlspitzen wies einen Em-Modul von nur 1,2 MPa auf. Ein vorgeschalteter Ménard-Druckversuch hätte diese Weichzone rechtzeitig aufgedeckt. Ohne diesen Versuch setzt man auf Mutmaßungen – mit teuren Folgen wie Rissen in der Fassade oder Schiefstellungen. In Bremerhaven sehen wir das regelmäßig.

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Geltende Normen

DIN EN ISO 22476-4:2018 (Ménard-Druckversuch), Eurocode 7 (EN 1997-1:2004) – Geotechnische Bemessung, DIN 1054:2010 – Baugrund – Sicherheitsnachweise

Zugehörige Fachleistungen

01

Ménard-Druckversuch (Druckmesserversuch) – Einzelversuch

Bohrlochpräparation, Kalibrierung, Durchführung inkl. Aufzeichnung der Druck-Volumen-Kurve. Auswertung nach Menard-Verfahren mit Angabe von Em, pf und α. Geeignet für punktuelle Kontrollen bei An- oder Umbauten in Bremerhaven.

02

Baugrunderkundung mit Ménard-Presiameter – Komplettpaket

Kombination aus Bohrungen, SPT und Druckmesserversuchen. Liefert ein räumliches Steifigkeitsmodell für Setzungsberechnungen nach Eurocode 7. Inklusive schriftlichem Gutachten mit Gründungsempfehlung für Bremerhaven.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
PrüfverfahrenMénard-Druckversuch nach DIN EN ISO 22476-4:2018
Gemessene KenngrößenEm (Menard-Modul), pf (Fließdruck), α (Kriechmodul)
Tiefenbereich0,5 m bis 30 m, gestaffelt alle 1,5 m
Geeignete BödenTorf, Klei, Schluff, Ton, Sand bis Kies
Normative GrundlageEurocode 7 (EN 1997-1:2004), DIN 1054:2010

Häufige Fragen

Was kostet ein Ménard-Druckversuch in Bremerhaven?

Die Kosten für einen Ménard-Druckversuch (Druckmesserversuch) in Bremerhaven liegen zwischen 840 und 1.000 Euro pro Versuch. Der genaue Preis hängt von der Tiefe, der Anzahl der Messpunkte und der Zugänglichkeit des Bohrlochs ab. Für mehrere Messstellen gewähren wir Mengenrabatt.

Wie unterscheidet sich der Ménard-Druckversuch vom SPT?

Der SPT liefert nur einen Eindringwiderstand N, der indirekt auf die Dichte schließen lässt. Der Menard-Druckversuch misst direkt den Elastizitätsmodul Em und das Kriechverhalten α. Damit lassen sich Setzungen für Bremerhavens weiche Böden (Torf, Klei) wesentlich genauer berechnen. Wir setzen beide Verfahren ergänzend ein.

In welchen Tiefen wird der Druckmesserversuch in Bremerhaven durchgeführt?

Der Versuch wird in der Regel alle 1,5 m ab 0,5 m unter Geländeoberkante bis zur Endtiefe des Bohrlochs durchgeführt. In Bremerhaven sind Tiefen bis 30 m üblich, um die mächtigen Weichschichten der Marsch vollständig zu erfassen. Die Messpunkte werden an die lokale Schichtabfolge angepasst.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Bremerhaven.

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