GEOTECHNIK
Bremerhaven, Germany
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Labor-Durchlässigkeitsversuch (fallender/konstanter Druck) in Bremerhaven

Bremerhaven wuchs im 19. Jahrhundert rasant als Hafenstadt. Die Gründerzeitviertel und Hafenbecken wurden auf Marschen und Kleiablagerungen errichtet. Das bedeutet: weiche, wassergesättigte Böden mit hohem Schluff- und Tonanteil. Für jedes Bauvorhaben in Bremerhaven ist die Kenntnis der Wasserdurchlässigkeit entscheidend. Der Labor-Durchlässigkeitsversuch (fallender/konstanter Druck) liefert den kf-Wert – die Grundlage für Bemessung von Dränagen, Gründungen und Bauwerksabdichtungen. Wir kombinieren diesen Versuch oft mit einer Bodenklassifikation nach DIN 4023, um das gesamte Spektrum der Bodeneigenschaften zu erfassen.

Illustratives Bild von Permeabilidad laboratorio in Bremerhaven
In Bremerhaven variieren Durchlässigkeiten räumlich stark – der Labor-Durchlässigkeitsversuch liefert den verlässlichen kf-Wert für jede Schicht separat.

Methodik und Umfang

Ein Detail, das uns in Bremerhaven immer wieder auffällt: die räumliche Variabilität des Bodens selbst auf engstem Raum. Zwischen Geestendorf und Leherheide wechseln die Durchlässigkeiten um Faktor 100. Deshalb führen wir den Labor-Durchlässigkeitsversuch nach DIN 18130-1 durch – für jeden Horizont separat. Wir verwenden Fallkopfgeräte für gering durchlässige Böden (kf < 10⁻⁶ m/s) und Konstantkopfgeräte für Sande und Kiese. Die Proben werden ungestört entnommen, meist als Stechzylinder. Bei stark heterogenen Schichten ergänzen wir die Untersuchung mit geophysikalischer Tomographie, um Zwischenbereiche zu identifizieren. Die Ergebnisse fließen direkt in die Planung von Dränsystemen und Baugrubenwasserhaltungen ein.

Lokale Besonderheiten

Wer in Bremerhaven baut, kennt den Unterschied zwischen dem Stadtteil Wulsdorf und der Havenwelten. Wulsdorf liegt auf sandigen Geestrücken mit kf-Werten um 10⁻⁴ m/s – gut dränierbar. Die Havenwelten dagegen stehen auf aufgeweichten Kleiböden mit kf-Werten unter 10⁻⁷ m/s. Wird der Durchlässigkeitsbeiwert nicht korrekt ermittelt, drohen Setzungsschäden durch mangelnde Dränage oder Aufschwimmen von Baukörpern. Der Labor-Durchlässigkeitsversuch ist der einzige Weg, diese Risiken quantitativ zu erfassen und standsicher zu planen.

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Geltende Normen

DIN 18130-1:1998-05 – Baugrund, Versuche und Prüfgeräte, Bestimmung des Wasserdurchlässigkeitsbeiwerts, Eurocode 7 (EN 1997-1:2004) – Geotechnische Bemessung, DIN 4020 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN 1054 – Baugrund, Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau

Zugehörige Fachleistungen

01

Ungestörte Probenahme

Stechzylinderentnahme aus Schürfgruben oder Bohrkernen. Wir sichern jede Probe vor Austrocknung und Erschütterungen – entscheidend für realistische kf-Werte.

02

Fallkopf-Versuch

Für feinkörnige Böden mit geringer Durchlässigkeit. Messung des zeitlichen Druckabfalls in einer Steigleitung. Präzise Ergebnisse bei kf < 10⁻⁶ m/s.

03

Konstantkopf-Versuch

Für Sande, Kiese und kiesige Tone. Konstante Druckhöhe über die Probe. Liefert den kf-Wert bei voller Sättigung – typisch für Bremerhavener Sandhorizonte.

04

Prüfbericht mit kf-Wert

Auswertung nach DIN 18130-1 mit Darstellung des Durchlässigkeitsbeiwerts in m/s. Empfehlungen für Dränagebemessung und Wasserhaltung.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
PrüfverfahrenFallender Druck (DIN 18130-1) / Konstantdruck (DIN 18130-1)
kf-Wert-Bereich10⁻⁹ m/s bis 10⁻³ m/s
ProbengrößeStechzylinder Ø 100 mm, Höhe 100 mm
Versuchszeit2 bis 5 Arbeitstage je Probe
AnwendungsbereichBaugrubenwasserhaltung, Dränagebemessung, Deponieabdichtungen
NormDIN 18130-1:1998-05

Häufige Fragen

Was kostet ein Labor-Durchlässigkeitsversuch in Bremerhaven?

Die Kosten für einen Labor-Durchlässigkeitsversuch (fallender/konstanter Druck) liegen in Bremerhaven typischerweise zwischen 350 € und 650 € pro Probe. Der Preis variiert je nach Probentiefe, Anzahl der Proben und erforderlicher Vorbereitung. Für eine verbindliche Kalkulation senden Sie uns bitte Ihre Projektunterlagen.

Wie lange dauert der Versuch bis zum Ergebnis?

Ein Standardversuch mit Fallkopf oder Konstantkopf benötigt 2 bis 5 Arbeitstage. Bei feinkörnigen Böden mit sehr geringer Durchlässigkeit kann die Dauer auf bis zu 7 Tage steigen, da die Sättigung der Probe Zeit braucht. Wir geben nach Abschluss einen digitalen Prüfbericht aus.

Welche Norm gilt für den Durchlässigkeitsversuch in Deutschland?

In Deutschland wird der Labor-Durchlässigkeitsversuch nach DIN 18130-1:1998-05 durchgeführt. Ergänzend gelten die Anforderungen des Eurocode 7 (EN 1997-1) und der DIN 4020 für geotechnische Untersuchungen. Unser Labor ist nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert.

Wann braucht man den Fallkopf- und wann den Konstantkopf-Versuch?

Der Fallkopf-Versuch eignet sich für Böden mit geringer Durchlässigkeit (kf < 10⁻⁶ m/s), wie Tone und Schluffe. Der Konstantkopf-Versuch wird bei Sanden und Kiesen (kf > 10⁻⁶ m/s) eingesetzt. In Bremerhaven mit seinen wechselnden Klei- und Sandschichten kommt oft beides zum Einsatz.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Bremerhaven.

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