Die Geotechnik von Deponien in Bremerhaven folgt den Anforderungen der Deponieverordnung (DepV) sowie der TA Abfall, die für Standsicherheitsnachweise und Dichtungssysteme verbindlich sind. Aufgrund des hohen Grundwasserstands und der weichen marinen Sedimente in der Wesermarsch ist eine sorgfältige geotechnische Erkundung besonders wichtig. Wir kombinieren Rammkernsondierungen mit CBR-Versuchen im Labor, um die Tragfähigkeit des Untergrunds für Deponiebasisabdichtungen belastbar zu bewerten. Die Ergebnisse fließen direkt in die Standsicherheitsberechnung nach DIN 1054 und in die Setzungsprognose für die Abfallkörper ein.

Die Kombination aus Rammkernsondierung und PMT liefert die entscheidenden Kennwerte für die Bemessung von Deponiebasisabdichtungen in den weichen Böden der Wesermarsch.
Methodik und Umfang
Lokale Besonderheiten
Für die Rammkernsondierung in Bremerhaven setzen wir ein 10 t schweres Raupenbohrgerät ein, das auch auf weichen Kleiböden standsicher arbeitet. Bei Bohrungen in Deponiekörpern wird der Bohrkopf mit einer gasdichten Doppelgestängeabdichtung geführt, um Methanaustritte zu verhindern. Vor jeder Sondierung messen wir mit einem mobilen Gasspürgerät den Methan- und Sauerstoffgehalt in der Umgebungsluft. Diese Sicherheitsmaßnahmen sind in der Geotechnik von Deponien in Bremerhaven unverzichtbar, da Deponiegase explosionsgefährlich sein können. Die Bohrarbeiten erfolgen unter ständiger Überwachung durch einen Brand- und Gasschutzbeauftragten.
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Deponieverordnung (DepV) – Anforderungen an Basisabdichtung und Standsicherheit, TA Abfall – Technische Anleitung zur Lagerung von Abfällen, DIN 19698 – Untersuchung von Feststoffen – Probenahme von Deponien, DIN 18130-1 – Baugrund, Versuche zur Bestimmung der Wasserdurchlässigkeit, DIN 1054 – Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau
Zugehörige Fachleistungen
Rammkernsondierung und Schichtenverzeichnis
Erkundung des Untergrunds bis 30 m Tiefe mit lückenloser Kerngewinnung, Ansprache der Schichten nach DIN 4023, Fotodokumentation und chemische Grunduntersuchung auf Deponieparameter.
Durchlässigkeitsversuche im Feld und Labor
Bestimmung des kf-Werts mittels Open-End-Test im Bohrloch und Triaxialversuch an ungestörten Proben.
Standsicherheits- und Setzungsberechnung
Numerische Modellierung mit Finite-Elemente-Software (Plaxis 2D) unter Ansatz der gemessenen Kennwerte, inklusive Nachweis nach DepV und Vorschlag für erforderliche Böschungsneigungen.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Welche Kosten sind für eine geotechnische Untersuchung einer Deponie in Bremerhaven zu erwarten?
Der Kostenrahmen für eine vollständige geotechnische Erkundung einer Deponie in Bremerhaven liegt zwischen 1.820 und 8.670 Euro, abhängig von der Anzahl der Sondierungen, der Tiefe der Bohrungen und dem Umfang der Laborversuche. Bei größeren Deponieerweiterungen mit mehreren Dutzend Bohrungen kann der Betrag auch höher ausfallen.
Welche Sicherheitsmaßnahmen sind bei Bohrungen auf einer Deponie in Bremerhaven erforderlich?
Vor jeder Bohrung wird die Umgebungsluft mit einem Gasspürgerät auf Methan (CH4), Sauerstoff (O2) und Kohlenmonoxid (CO) gemessen. Der Bohrkopf ist gasdicht ausgeführt, und während der gesamten Bohrarbeit ist ein Brand- und Gasschutzbeauftragter vor Ort. Zusätzlich werden die Bohrkerne in gasdichten Behältern verpackt, um eine Freisetzung von Deponiegasen zu verhindern.
Wie lange dauert eine geotechnische Untersuchung für eine Deponie in Bremerhaven?
Die reine Feldarbeit für eine Standarddeponie mit 10 bis 15 Rammkernsondierungen dauert etwa 5 bis 8 Arbeitstage. Hinzu kommen 3 bis 5 Wochen für die Laborversuche (Durchlässigkeit, Scherfestigkeit, Konsolidation) und die anschließende Modellierung. Ein vollständiger Bericht liegt in der Regel nach 6 bis 8 Wochen vor.