In Bremerhaven prägt der tidebeeinflusste, setzungsempfindliche Untergrund aus holozänen Klei- und Torfschichten die Anforderungen an die Bodenverbesserung. Diese Kategorie umfasst geotechnische Bemessungen zur Erhöhung der Tragfähigkeit, Reduktion von Setzungen und Stabilisierung des Baugrunds unter Einhaltung der DIN EN 1997-1 und DIN 1054. Für weiche bindige Böden bieten wir die Bemessung von Schottersäulen (Stone Columns) und die rechnerische Auslegung der Bemessung der dynamischen Verdichtung an, um eine wirtschaftliche Flächengründung zu ermöglichen.
Die Verfahren kommen bei Hafenlogistikflächen, Windenergievorhaben auf ehemaligen Spülfeldern und der Nachverdichtung von Hinterfüllbereichen im Schleusenbau zum Einsatz. Ergänzend dient die Geotechnische Entwässerungsbemessung der Konsolidierungsbeschleunigung, während die Deep Soil Mixing (DSM) Bemessung tiefreichende homogene Dicht- und Tragelemente für den Hochwasserschutz bereitstellt.

Bei weichen Kleiböden in Bremerhaven liegt der horizontale Bettungsmodul oft unter 5 MN/m³ – das verändert die Ankerauslegung grundlegend.
Methodik und Umfang
Lokale Besonderheiten
Ein reales Szenario: Für eine Baugrube in der Bremerhavener Innenstadt, nahe der Geeste, wurde eine temporäre Verbauwand mit passiven Verankerungen geplant. Die ersten Probebelastungen zeigten ein unerwartet hohes Kriechverhalten. Ursache war eine bis dahin unerkannte Torfschicht in 8 Metern Tiefe. Die aktive/passive Verankerungsbemessung musste nachjustiert werden. Statt der geplanten 250 kN wurden Anker mit 400 kN Zugkraft eingebaut. Der Austausch der Anker und die Neubemessung kosteten Zeit und Geld. Deshalb führen wir vor jeder Bemessung eine gezielte Bohrlochaufnahme durch. So lassen sich Überraschungen wie diese vermeiden.
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DIN EN 1997-1:2004 (Eurocode 7) mit nationalem Anhang, DIN 1054:2021-04 (Baugrund – Sicherheitsnachweise), DIN EN 1537:2010 (Verpressanker – Ausführung und Prüfung), EA-Pfähle (Empfehlungen des Arbeitskreises Pfähle), DIN 4093 (Bodenverfestigungen und Verankerungen)
Zugehörige Fachleistungen
Bemessung aktiver Verpressanker
Planung und Nachweis von vorgespannten Dauerankern gemäß DIN EN 1537. Inklusive Kriechversuche und Tragfähigkeitsermittlung.
Bemessung passiver Verankerungen
Auslegung von nicht vorgespannten Ankern für temporäre Baugruben und Böschungssicherungen. Berücksichtigung der geringen Steifigkeit der Kleiböden.
Probebelastungen und Überwachung
Durchführung von Eignungs- und Abnahmeprüfungen an Ankern. Kontinuierliche Messung der Ankerkräfte während der Bauphase.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Was kostet eine aktive/passive Verankerungsbemessung in Bremerhaven?
Die Kosten für eine Verankerungsbemessung liegen je nach Komplexität zwischen 860 und 3.260 Euro. Der Preis variiert mit der Anzahl der Anker, der erforderlichen Probebelastungen und der Tiefe der Bohrungen. Bei weichen Böden mit Torfeinlagerungen kann der Aufwand steigen.
Welche Bodenparameter sind für die Bemessung in Bremerhaven entscheidend?
Der horizontale Bettungsmodul (k_h) und die undrainierte Scherfestigkeit (c_u) sind die wichtigsten Kennwerte. In den tonig-schluffigen Kleischichten liegt c_u oft zwischen 10 und 40 kN/m². Der Bettungsmodul wird durch Pressiometerversuche ermittelt und liegt häufig unter 10 MN/m³.
Wann verwendet man aktive, wann passive Verankerungen?
Aktive Verankerungen werden bei dauerhaften Bauwerken und wenn Verformungen minimiert werden müssen – zum Beispiel bei Gebäuden in der Bremerhavener Innenstadt. Passive Verankerungen eignen sich für temporäre Sicherungen, bei denen geringe Bewegungen tolerierbar sind, etwa bei Baugruben auf unbebautem Grund.
Welche Normen gelten für Verpressanker in Deutschland?
Die wesentlichen Regelwerke sind DIN EN 1537 für die Ausführung und Prüfung, DIN EN 1997-1 mit nationalem Anhang für die geotechnische Bemessung sowie DIN 1054 für die Sicherheitsnachweise. Für die Korrosion von Dauerankern ist zusätzlich die DIN 4093 zu beachten.
Wie lange dauert eine Verankerungsbemessung in Bremerhaven?
Eine einfache Bemessung für fünf bis zehn Anker ist in 1 bis 2 Arbeitstagen abgeschlossen. Komplexe Projekte mit Probebelastungen und mehreren Bohrungen benötigen 5 bis 10 Tage. Die Dauer hängt auch von der Verfügbarkeit der Bodendaten ab.